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20.04.2007 - Geschäftsjahr 2006: Provinzial mit Rekordergebnis

 

Ergebnis legt deutlich zu / Combined Ratio weiter verbessert / 27.000 Riesterabschlüsse / Kyrill: 130.000 Schäden / Umweltengagement: Provinzial will jährlich 200.000 Bäume pflanzen

Düsseldorf, 20. April 2007. Die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Provinzial Rheinland Versicherungen haben das Geschäftsjahr 2006 mit dem besten Ergebnis der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Ulrich Jansen, Vorsitzender des Vorstandes, macht das erfolgreiche Ertragssteigerungsprogramm, aber auch die guten Ratings für das Unternehmen und die Produkte sowie die hohe Qualität des Schadenmanagements dafür verantwortlich. Diese wurde jüngst durch den Orkan „Kyrill“ mit rund 130.000 zu regulierenden Schäden erfolgreich auf die Probe gestellt.


Die Kompositversicherung erzielte einen Rekordgewinn von 217,6 Mio. Euro, in der Lebensversicherung stieg der Jahresüberschuss von 12 auf 14 Mio. Euro. Allerdings musste die Provinzial – mit den Unternehmen Provinzial Rheinland Versicherung AG, Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG und S-direkt Versicherung AG – insgesamt einen Rückgang der Bruttobeiträge von 2.220 auf 2.196 Mio. Euro hinnehmen, ein Minus von 1,1 Prozent (Markt: Plus 1,2 Prozent ohne Rechtsschutz und Krankenversicherung). Das ist in der Industrie- und Kfz-Versicherung unter anderem auf den intensiven Preiswettbewerb zurückzuführen. Jansen macht aber auch andere Gründe aus: „Wir sind in der Lage, günstige Tarife anzubieten. Zusätzlich senken höhere Schadenfreiheitsrabatte durch weniger Unfälle die Beiträge, was wir sehr begrüßen. Dennoch verteidigen wir unsere Ertragskraft: Wir senken unsere Betriebskosten und investieren sehr in Schadenverhütungsmaßnahmen, die bei den Kunden greifen. Und auch unser Schadenmanagement mit Partnern kann die Schadenbehebung für die Kunden und uns günstiger machen.“ 2006 wurden über 750 kostenlose Sicherheitsberatungen bei Kunden durchgeführt.


Provinzial Rheinland Versicherung AG

Trotz leicht gestiegenem Neuzugang (Plus 2,8 Prozent) sind die insgesamt vereinnahmten Beiträge um 2,5 Prozent auf 957,3 Mio. Euro zurückgegangen. Im Firmenkundengeschäft gab es sanierungsbedingte Beitragsverluste. In der Kfz-Sparte lag das Minus bei 5,1 Prozent (Markt knapp Minus 4 Prozent). Die Combined Ratio, also die Summe von Schadenaufwand und Kosten im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen, verbesserte sich durch sinkende Schadenaufwendungen und sinkende Kosten weiter auf 85,7 Prozent. Die Branche liegt bei 93,0 Prozent. Mit einer Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 6,7 Prozent konnte die Provinzial Rheinland Versicherung AG wiederum ein sehr gutes Kapitalanlageergebnis erzielen.

Die S-direkt Versicherung AG wurde zum 1.1.2006 erstmals zu 100 Prozent (Vorjahre 50 Prozent) in den Konzernabschluss der Provinzial Rheinland Versicherungsgruppe einbezogen. Das Unternehmen konnte im Kerngeschäft Kfz deutlich zulegen und erreichte ein Beitragsvolumen von knapp 30 Mio. Euro (Plus 12,2 Prozent).

Insgesamt lagen die Beiträge der Provinzial Rheinland Versicherungen im Kompositbereich damit bei 986,7 Mio. Euro (Minus 0,8 Prozent, ohne Konsolidierungseffekt Minus 2,1 Prozent).


Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG

Die Provinzial Rheinland Lebensversicherung erzielte ein Neugeschäftswachstum von 18,4 Prozent. Die Beitragseinnahmen gingen dagegen vor allem auf Grund erhöhter regulärer Abläufe um 1,3 Prozent auf 1,209 Milliarden Euro zurück. „Ein Sondereffekt war der erfolgreiche Verkauf von sogenannten 5 + 7-Verträgen bis zum Jahre 2004, bei denen man fünf Jahre Beiträge zahlt. Diese Verträge werden verstärkt beitragsfrei. Sonst hätten wir bei den Beiträgen im 14-ten Jahr hintereinander wachsen können“, sagte Leben-Vorstand Dr. Hans Peter Sterk. Erfolgreich war der Verkauf von Riester-Produkten. Sterk: „Wir haben 2006 im Schnitt jeden Tag 74 neue Verträge abgeschlossen, insgesamt 27.000 Stück. Dabei waren die Sparkassen besonders erfolgreich.“ Das ist eine Verdreifachung nach 9.000 Abschlüssen im Vorjahr. Auch das vereinfachte Zulagenverfahren macht sich hier bemerkbar. „Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sollte sich die Zulagen sichern. Wenn den Menschen klar wird, dass sie Geld geschenkt bekommen, werden sich die Abschlüsse weiter erhöhen“, unterstrich auch Vorstandsvorsitzender Ulrich Jansen. 2007 werden den Provinzial-Kunden rund 8 Mio. Euro an Zulagen gutgeschrieben. Für 2006 und 2005 müssen die Kunden noch Zulagen in Höhe von insgesamt 6,5 Mio. Euro beantragen, wobei die Provinzial-Geschäftsstellen und Sparkassen gerne helfen.

Mit den Kapitalanlagen der Lebensversicherung von 11.361 Mio. Euro erzielte das Unternehmen eine Nettoverzinsung von 5,0 Prozent. Die Netto-Erträge (ohne fondsgebundene Lebensversicherung) lagen bei 555 Mio. Euro. Von den 253 Mio. Euro Gesamtüberschuss wurden 94,5 Prozent für die Kunden verwendet. 33,1 Mio. Euro wurden direkt gutgeschrieben, 206 Mio. Euro der Rückstellung für die Beitragsrückerstattung zugeführt. Die Lebensversicherungsleistungen für Versicherungsnehmer betrugen 1,6 Milliarden Euro.


Fazit zum Geschäftsjahr

Die Mitarbeiter durften sich für ihr Engagement im Geschäftsjahr über eine Sonderzahlung von 750 Euro freuen, die Ausschüttung an die Eigentümer wird auf 30 Mio. Euro erhöht. Der Konzern zahlte insgesamt 150 Mio. Euro Steuern, davon allein 70 Mio. Euro Gewerbesteuer, die im Wesentlichen der Stadt Düsseldorf zu Gute kommt. Auch in der Kapitalanlagestrategie wird die Region besonders berücksichtigt, so investiert die Provinzial zum Beispiel in das Maritim-Hotel Flughafen und den Media Tower in Düsseldorf, in die Kölner „Halle 11“ oder in die Diakonie in Monheim.

Insgesamt sind wir zufrieden mit den Ergebnissen, vor allem mit den Erträgen und der weiter verbesserten Kostensituation“, sagt Jansen. . Mit der Entwicklung der Beiträge sei er nicht zufrieden, auch wenn sie teilweise auf Sondereffekten beruhte.


Ausblick

Das gute Ergebnis machte es möglich, in der Lebensversicherung die Überschussbeteiligung für 2007 von 4,50 auf 4,65 Prozent zu erhöhen. Mit der neu festgesetzten Gesamtverzinsung nimmt die Provinzial Rheinland im Markt unverändert eine Spitzenstellung ein und liegt mit dieser hohen Überschussbeteiligung weiterhin deutlich über dem Marktdurchschnitt.

Für 2007 rechnet der Vorstand bei der Provinzial Rheinland Versicherung AG wie auch der Markt mit einem weiteren Rückgang der Beitragseinnahmen, bei der Lebensversicherung mit einem Volumen auf Vorjahresniveau. Das Neugeschäft möchte Jansen 2007 weiter kräftig wachsen sehen. Chancen sieht er in der Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Sparkassen und dem weiteren Ausbau der Kapazitäten im Ausschließlichkeitsvertrieb. Wachstumstreiber sollen wiederum Riesterprodukte und eine neue, fondsgebundene Rentenversicherung werden. Auch die mit den Sparkassen gestartete Initiative, sich im Markt für betriebliche Altersvorsorge besser zu positionieren, soll Impulse geben. Das Gemeinschaftsunternehmen S-PensionsBeratung GmbH wurde Anfang des Jahres gegründet.

Das erste Quartal stand ganz im Zeichen des Orkantiefs „Kyrill“. Mit 130.000 Schäden war es das größte Sturm-Einzelschadensereignis der Provinzial. Bereits kurz nach dem Orkan haben die Schadenspezialisten sehr genau einschätzen können, wie viele Schäden und welche Summe das Naturereignis hinterlassen wird. Der Gesamtschaden wird über 120 Mio. Euro liegen. Beim Schadenversicherer wird durch „Kyrill“ das Netto-Ergebnis 2007 nach Rückversicherung und Schwankungsrückstellung mit circa 20 Mio. Euro belastet werden.

Kyrill und die neue Diskussion zum Thema Klimawandel möchte Jansen dazu nutzen, weitere Unternehmen und Privatpersonen zu motivieren, sich umweltbewusst zu verhalten. Die Provinzial tut dies seit vielen Jahren. Seit 2004 wurden beispielsweise rund 3.000 Tonnen CO2-Ausstoß durch ein systematisches Umweltmanagement eingespart – ein Minus von 29 Prozent. Bis zum Jahr 2011 – dem 175-jährigen Jubiläum der Provinzial – soll das Unternehmen CO2-neutral sein. „Dazu werden wir weiter CO2 reduzieren, notwendige Geschäftsreisen mit „Atmosfair“ abrechnen und circa 80 Hektar Wald mit prima-klima-weltweit anlegen – das entspricht im Vergleich einem Baum pro Neuvertrag in der Autoversicherung“, fasst Jansen zusammen. Privatkunden-Vorstand Peter Slawik hat bereits Nachlässe für Erdgasfahrzeuge und Rußpartikelfilter eingeführt und freut sich auf jährlich mindestens 200.000 Baumpflanzungen – davon alleine 25.000 im Rhein-Erft-Kreis.


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  Geschäftsjahr 2006: Provinzial mit Rekordergebnis

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