Blitz und Donner: Überspannungen sind tödlich für die Elektronik |
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In den letzten Tagen hat es in NRW schwere Gewitter gegeben – mit zum Teil erheblichen Schäden an Wohngebäuden. Wenig bekannt: Sehr häufig treten bei Blitzen Überspannungsschäden an elektrischen Geräten auf. Allein bei der Provinzial Rheinland wurden 2008 mehr als 17.000 solcher Schäden mit einem Volumen von knapp 12 Millionen Euro gemeldet.
Jahr für Jahr verursachen die gewaltigen „elektrischen“ Spannungen, die sich als
Blitze entladen, Millionenschäden. Bereits im ersten Halbjahr 2009 wurden über 4.000 Schäden mit
einem Schadenvolumen von mehr als 2,8 Millionen Euro gemeldet. Die durchschnittliche Schadenhöhe
liegt bei ca. 700 Euro.
Besonders die Elektronik in Fernsehern, Computern, Telefon, Fax und Tiefkühltruhen oder in
Aufzügen und Heizungsanlagen ist von Überspannungen durch Blitzeinschlag betroffen. Überspannungen
können auch dann schon eintreten, wenn der Blitz im Umkreis von 1,5 km einschlägt. Über alle
Versorgungsleitungen wie Stromleitungen und Telekommunikationsleitungen die von außen ins
Haus führen, können hierbei Überspannungen ins Gebäude gelangen.
Vor Überspannungsschäden kann man sich jedoch schützen. Der einfachste Schutz für elektrische
Geräte vor Gewitter ist immer noch das Ziehen des Steckers der Stromversorgung und sofern vorhanden
des Telefon- und Antennenanschlusses. Dies ist aber nicht bei allen Geräten wie beispielsweise bei
Tiefkühltruhen oder Heizungsanlagen möglich. Umfassenden Schutz bieten hier Blitzschutzanlagen, bei
denen zwischen äußerem und innerem Blitzschutz unterschieden wird. Der äußere Blitzschutz, bekannt
als Blitzableiter, schützt das Gebäude vor direktem Blitzschlag. Der innere stellt den Schutz vor
Überspannungsschäden durch indirekten Blitzschlag sicher. Dieser Schutz wird immer wichtiger, da
immer mehr Elektronik in den Haushalten vorhanden ist.
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