Geschäftsjahr 2008: Provinzial Rheinland Versicherungen mit gutem Ergebnis |
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Geschäftsjahr 2008: Provinzial Rheinland Versicherungen mit gutem Ergebnis
Provinzial trotz Finanzkrise gut behauptet / Holding-Gewinn von 115 Mio. Euro (Vorjahr: 147
Mio. Euro) vor Steuern erzielt / Kostenquote weiter verbessert / Neugeschäft 2009 deutlich
ausgebaut / Kölner Stadtarchiv größter Einzelschaden der Unternehmensgeschichte
Düsseldorf, 9. Juni 2009. Die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Provinzial Rheinland
Versicherungen haben das Geschäftsjahr 2008 gut abgeschlossen. Ulrich Jansen, Vorsitzender des
Vorstandes, verwies in der Jahrespressekonferenz darauf, dass es im vergangenen Jahr gelungen sei,
trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen gute Ergebnisse zu erzielen. Die Provinzial Rheinland
Holding erzielte dabei einen Gewinn (vor Steuern) von rund 115 Mio. Euro.
Lebensversicherung
Beim Lebensversicherer gingen die Beitragseinnahmen wegen der Verunsicherung und der
Abwartehaltung der Verbraucher aufgrund der Finanzmarktkrise, aber auch wegen erhöhter regulärer
Abläufe um 4,6 Prozent auf 1.116 Mio. Euro zurück. Wie in der gesamten Branche hat die
Finanzmarktkrise auch bei den Kapitalanlagen des Lebensversicherers Spuren hinterlassen. So betrug
das Nettoergebnis aller Kapitalanlagen 246,7 (Vorjahr: 518,3) Mio. Euro. Der Kapitalanlagenbestand
(ohne fondsgebundene Versicherungen) lag 2008 bei 11.879 (Vorjahr: 11.876) Mio. Euro.
Schaden und Unfall
In der Kompositversicherung konnten die gesamten Beitragseinnahmen um 1,9 Prozent (Markt: 0,2
Prozent) auf 963 Mio. Euro gesteigert werden. Die Combined Ratio im selbst abgeschlossenen
Geschäft, also die Summe von Schadenaufwand und Kosten im Verhältnis zu den verdienten
Bruttobeiträgen, konnte gegenüber dem von Sturm "Kyrill" geprägten Vorjahr deutlich auf 93,6
(Vorjahr: 97,4) Prozent reduziert werden – und dies trotz einiger sehr großer
Schadenereignisse (Krefelder Hagelsturm im Mai 2008). Der GDV erwartet ca. 95,0 Prozent. Im selbst
abgeschlossenen Geschäft konnte die Bruttokostenquote auf 24,0 (Vorjahr: 24,5) Prozent gesenkt
werden. Hier spiegeln sich die Ergebnisse aus dem im Jahr 2007 abgeschlossenen
Wertsteigerungsprogramm ProWest wider. Das Nettoergebnis aller Kapitalanlagen belief sich auf 25,5
Mio. Euro (Vorjahr: 110,3 Mio) – eine Auswirkung der schwierigen Verhältnisse an den
Finanzmärkten.
Fazit zum Geschäftsjahr
"Für uns war 2008 insgesamt ein schwieriges Geschäftsjahr, das wir trotz der historisch
einmaligen Rahmenbedingungen vergleichsweise gut abgeschlossen haben. Das gilt besonders für unsere
Gesamterträge und unsere Kostensituation. Weniger zufrieden sind wir mit der Entwicklung unserer
Kapitalanlagen, bei denen die Finanzkrise sichtbar Spuren hinterlassen hat", so
Vorstandsvorsitzender Ulrich Jansen.
Insgesamt konnte die Provinzial Rheinland Holding einen Gewinn (nach Steuern) von 51 Mio.
Euro (Vorjahr: 86 Mio. Euro) erzielen. Die Ausschüttung an die Eigentümer wurde wie im Vorjahr auf
30 Mio. Euro festgelegt.
Ausblick
Trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheiten aufgrund der Krise rechnet die Provinzial 2009
mit guten Chancen für den Absatz von Versicherungsprodukten. In den ersten vier Monaten konnte der
gesamte Neuzugangsbeitrag (mit Erhöhungen) im Leben-Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um rund 14
Prozent gesteigert werden. Und auch in nahezu allen anderen Komposit-Sparten konnte das Neugeschäft
im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutlich ausgebaut werden.
"Die ersten Monate des Jahres stimmen uns optimistisch, allerdings vermag derzeit noch
niemand zu sagen, wie lange uns die Krise noch begleiten wird und welchen Einfluss sie auf unser
Geschäft hat", so Ulrich Jansen. Das Neugeschäft will die Provinzial durch eine weitere
Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Sparkassen und den Ausbau der Kapazitäten im
Ausschließlichkeitsvertrieb forcieren.
Kölner Stadtarchiv
Den größten versicherten Einzelschaden der Unternehmensgeschichte hatte die Provinzial im ersten
Quartal 2009 zu verzeichnen – den Einsturz des mit 60 Mio. Euro versicherten Kölner
Stadtarchivs. Ulrich Jansen: "Es handelt sich um einen äußerst komplizierten Schadenfall, der
unserem Schaden-Management alles abverlangt." Hierzu, so Jansen, gehören unter anderem die sehr
schwierige Bewertung der verschütteten Archivalien und der an den Archivalien entstandenen Schäden.
"Hier betreten alle Beteiligten ein Stück Neuland, das macht die Sache für uns sehr schwierig."
Laut Jansen strebt die Provinzial eine rasche Regulierung des Schadens an, sobald die noch offenen
Fragen geklärt sind. Dabei muss sich die Provinzial mit Blick auf einen Schadenverursacher einen
Regress vorbehalten.
Kooperation mit der Lippischen
Nachdem der Landtag von NRW die entsprechende gesetzliche Grundlage für eine Gewährträgerschaft
geschaffen hat, werden Provinzial und Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt ab diesem Jahr als
Konzern operieren. Dabei wird die Lippische weiterhin als selbständige Tochtergesellschaft arbeiten
und sich unverändert auf die Region Lippe und die Menschen dort konzentrieren. Unternehmen und
Arbeitsplätze bleiben am Standort Detmold erhalten. Erste gemeinsame Projekte, etwa im Bereich der
Unfallversicherung, sind bereits in Arbeit.
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PDF: Presseinfo zum Geschäftsjahr 2008
PDF: Microsoft PowerPoint - Jahres-PK 2009

