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Historie 

Geschichte der Provinzial


Mehr als 170 Jahre sind seit der Gründung der Rheinischen Provinzial vergangen. Im Laufe seiner Geschichte hat sich das Unternehmen zu einem der führenden öffentlich-rechtlichen Individualversicherer entwickelt. Vor rund 130 Jahren hat die Provinzial ihren Hauptsitz nach Düsseldorf verlegt.


Ein kurzer Bummel durch die Geschichte des Unternehmens

1836 wurde die Rheinische Provinzial gründet. Im Laufe seiner Geschichte hat sich das Unternehmen zu einem der führenden öffentlich-rechtlichen Individualversicherer entwickelt. 1875 hat die Provinzial ihren Hauptsitz von Koblenz nach Düsseldorf verlegt.


1836 bis 1914 1914 bis 1933 1933 bis 1945 1945 bis 1970 1970 bis 1995 1995 bis 2000 2000 bis 2005

 

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1836 bis 1914


Von Koblenz nach Düsseldorf - Ein Traditionsunternehmen gewinnt Profil


5.1.1836-1874

König Friedrich Wilhelm III. erläßt das Reglement für die Rheinische-Provinzial-Feuer-Versicherung mit Sitz in Koblenz. Als reiner Gebäudeversicherer steht sie unter der Aufsicht des Königlichen Oberpräsidiums.

1836 gestattet König Friedrich Wilhelm III. der Provinzial, auch Mobiliar zu versichern. Die erste Außenorganisation wird aufgebaut. 1871 erhält der neu geschaffene Provinzial-Verwaltungsrat die Aufsicht: Es wird leichter, nötige Reformen zu realisieren. Die Gründung eines eigenen Verbandes der öffentlichen Feuerversicherer 1872 ist Fundament einer effektiven Interessenvertretung.


1875

Die Provinzial verlegt ihren Sitz rheinabwärts von Koblenz nach Düsseldorf. Inzwischen ist der Bestand auf fast 400.000 Verträge angewaschsen, im Reservefonds liegen fast vier Millionen Mark.


1903

Ein neues Reglement streicht das Gegenseitigkeitsprizip der Versicherung, der Provinzialverband wird Gewährträger. Unternehmensname wird „Provinzial Feuerversicherungsanstalt der Rheinprovinz“.


1908

Die Provinzial kooperiert mit den Sparkassen, um Hypotheken zu vermitteln und im Gegenzug Gebäudeversicherungen abschließen zu können: Der Ursprung des Verbundgedankens.


1914

712.000 Verträge mit einem Beitragsaufkommen von 8,4 Millionen Mark weist der Bestand zu diesem Zeitpunkt auf. Der Provinzial-Landtag beschließt die Gründung der „Provinzial Lebensversicherungsanstalt der Rheinprovinz“. Mit ihr wird auch die Hypotheken-Tilgungsversicherung eingeführt.



 

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1914 bis 1933


Schwere Jahre gemeistert


1.1.1915

Die Provinzial Lebensversicherung nimmt ihre Tätigkeit auf. Am Ende des ersten Geschäftsjahres sind bereits 2499 Verträge mit einer Versicherungssumme von über 5,1 Millionen Mark abgeschlossen.


1920

Die Gebiete um Eupen und Malmedy werden belgisch. Durch die Einstellung des Geschäftsbetriebes in diesen Gebieten verringert sich der Bestand der Feuerversicherungen um rund 10500 Verträge.


1922

Die Vertreter der Provinzial entschließen sich, den „Verband der Gechäftsführer und Vertreter der Provinzial-Versicherungs-Anstalten der Rheinprovinz“ zu gründen.


1923

Inflationszeit: Eine Billion Papiermark entspricht einer Goldmark. Die Lebensversicherungen verlieren wie alle Sparguthaben ihren Wert. Die Provinzial-Leben bezieht eigene Geschäftsräume, „Feuer“ und „Leben“ erhalten einen gemeinsamen Verwaltungsrat.


1924

Die Rheinische Provinzial entwickelt sich zum „Komposit-Versicherer“. Nun im Angebot: Unfall- und Autohaftpflichtversicherung. 1926 folgt die Auto-Kasko.


1929-1932

Dem „Schwarzen Freitag“ an der Wallstreet folgen weltweit Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Talfahrt. Dennoch kann die „Feuer“ bis Ende 1931 mehr als 126000 neue Verträge abschließen.



 

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1933 bis 1945


Nationalsozialistische Wirtschaftslenkung und das Chaos des Zusammenbruchs


1933

Im Januar übernimmt Hitler die Macht. Der Nationalsozialismus weitet seine Macht auf Wirtschaftsunternehmen der Öffentlichen Hand aus. Der bisherige, unpolitische Anstaltsleiter scheidet gezwungenermaßen aus seinem Amt aus und der Provinzial-Ausschuß übergibt die Leitung in NSDAP-ergebene Hände. Die Arbeit der Anstalt wird zunehmend politisiert.

In Neunkirchen an der Saar werden nach einer Explosionskatastrophe 3000 Gebäudeschäden reguliert.


1935

Der „Geschäftsführer-Verband“ mußte im Zuge der Gleichschaltung nach Hitlers Machtübernahme aufgelöst werden.


1936

Die „Feuer“ feiert ihren hundertsten Geburtstag. Die günstige Entwicklung des Unternehmens macht in verschiedenen Sparten Beitragssenkungen zwischen 20 und 25 Prozent möglich.


1939

Das Beitragsaufkommen überschreitet 25 Millionen Reichsmark. Für die Mitarbeiter wird die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden heraufgesetzt; es gilt eine absolute Urlaubssperre.


1942 – 1944

Im Bombenhagel brennen die Direktionsgebäude bis auf die Grundmauern nieder. Der Geschäftsbetrieb wird teilweise ausgelagert und mit wenigen Mitarbeitern aufrechterhalten.



 

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1945 bis 1970


Auf- und Ausbau der Bestände


1945 – 1957

Die Mitarbeiter versuchen unter katastrophalen Umständen den übriggebliebenen Versicherungsbestand festzustellen. 1946 geht die Verwaltung auf das neu gebildete Land Nordrhein-Westfalen über. Das Versicherungsgebiet ist in zwei Besatzungszonen geteilt. Seit 1953 ist der Landschaftsverband Rheinland und ab 1957 auch das Land Rheinland-Pfalz Gewährsträger in der Nachfolge des preußischen Provinzialverbandes.


1948

Die Währungsreform trifft die Versicherungswirtschaft hart. Die Lebensversicherungen verlieren einen Teil ihres Wertes. Auf Jahre belasten diese Vermögensverluste das Vertrauen der Kunden in die Versicherungswirtschaft. In der Sachversicherung bleiben die Verträge unverändert und gelten nun in DM.


1949

Der „Verband der Geschäftsführer“ wird neu gegründet.


1953

Symbol für neuen Aufschwung: Die 1951 zu einer Organ- und Verwaltungs-Gemeinschaft zusammengeschlossenen Schwesteranstalten „Feuer“ und „Leben“ beziehen das neue Hochhaus als gemeinsames Geschäftsgebäude. Es ist nur noch eine Personalabteilung und eine Buchhaltung nötig.


1961

Die „Feuer“ feiert das 125. Jahr ihrer Gründung. Als erster öffentlich-rechtlicher Versicherer erreicht die „Leben“ eine Versicherungssumme von einer Milliarde D-Mark.


1964 – 1969

Die Provinzial rationalisiert den Betriebsablauf durch neue EDV-Anlagen. Besonders die Zahl der Lebensversicherungen wächst so rasant an, daß zahllose Überstunden an der Tagesordnung sind. 1969 ergreift die „Leben“ früher als alle Wettbewerber die Initiative zur „Integrierten Datenverarbeitung“, um komplexe Vorgänge zu vereinfachen und zu automatisieren.



 

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1970 bis 1995


Rationalisierung, EDV und die Öffnung nach Europa


1971

Vorstandsbeschluß: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Provinzialunternehmen erhalten eine Goldmünze, weil die „Leben“ drei Milliarden Mark Versicherungssumme erreicht und die „Feuer“ 60 Millionen Mark Beitragseinnahme erzielt. Im folgenden Jahr wird die Gleitende Arbeitszeit eingeführt.


1973 / 1974

Eine komplett neue EDV wird in Betrieb genommen. Mit Einführung der „Integrierten Datenverarbeitung“ beginnt ein neues Servicezeitalter.


1982

Durch die Mikroverfilmung wird die „aktenarme“ Sachbearbeitung Realität. Die Rationalisierungen kommen den Kunden voll zugute. Daneben erfüllen maßgeschneiderte Versicherungsangebote die Anforderungen des Marktes.

Aus „Geschäftsführern“ werden „Geschäftsstellenleiter“.


1990

Nach der deutschen Einigung leistet die Provinzial konkrete Hilfe beim Aufbau einer öffentlich-rechtlichen Versicherung im Bundesland Brandenburg. Im gleichen Jahr fegen fünf Orkaneüber das Rheinland. Die Provinzial reguliert innerhalb weniger Wochen über 400000 Sturmschäden.


1991 – 1993

Die „Rundumsachbearbeitung“ in den Bestandsverwaltungen und Leistungsabteilungen fördert die schnelle Abwicklung der Serviceleistungen. Die Provinzial führt die digitale Aktenspeicherung ein: Mit dem „Image-Plus-Verfahren“ gehört die konventionelle Aktenbearbeitung der Vergangenheit an.


1995

Eine Satzungsänderung erlaubt der Provinzial, den Geschäftsbereich auf das benachbarte Ausland auszudehnen. Nach vier Jahren Bauzeit bezieht das Unternehmen das neue Verwaltungsgebäude im Stadteil Wersten. Die Adresse: Provinzialplatz 1.



 

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1995 bis 2000


Neubau, Internet und engere Zusammenarbeit mit den Sparkassen


1995

Am 5. Mai feiert die gesamte Provinzial das Eröffnungsfest. Während am Vormittag die offizielle Feier durch Reden und ein Kulturprogramm bestimmt waren, wurde der Nachmittag zum bunten Familienfest für Mitarbeiter, deren Familien und die Nachbarn der Provinzial.


1996

Flughafenbrand
Bei der schwersten Brandkatastrophe auf einem deutschen Verkehrsflughafen sterben am 11. April 17 Menschen; mehr als 60 Personen erleiden zum Teil schwere Verletzungen. Für die Provinzial als führender Feuerversicherer des Düsseldorfer Airports ist die Brandkatastrophe der größte Feuerschaden in der Unternehmensgeschichte. Die Entschädigungssumme beträgt 245 Mio. Mark.

Euro
Mit einem eigenen Fahrplan startet die Provinzial ihr Euro-Projekt. Die anstehenden Umstellungs- und Anpassungsaufgaben werden damit frühzeitig vorbereitet. Fit für den Euro ist die Devise


1997

Neue Gewährträger
Am 26. August treten die neuen Satzungen der Provinzial-Versicherungsanstalten in Kraft, damit ist die Neustrukturierung der Gewährträgerschaft vollendet. Gewährträger sind jetzt der Rheinische Sparkassen- und Giroverband mit 34 %, der Sparkassen und Giroverband Rheinland-Pfalz mit 33 1/3 % und der Landschaftsverband Rheinland mit 32 2/3 %. Damit ist die Provinzial mit den Sparkassen eine noch engere Partnerschaft eingegangen. Die Provinzial führt jetzt die Zusatzbezeichnung „Versicherung der Sparkassen”.

Geschäftsstellenleiter
Der „Verband der Geschäftsstellenleiter“ feiert sein 75-jähriges Bestehen.

Internet
Auch die Provinzial setzt auf das größte Computernetz der Welt und präsentiert sich im Netz unter http://www.provinzial.com.


1998

Nach der Provinzial-Feuer, die 1997 von der Rating-Agentur Assekurata mit A+ und damit insgesamt mit „sehr gut” eingestuft wurde, unterzog sich die Provinzial-Leben als erster Lebensversicherer einem Assekurata-Rating. Das Ergebnis lautet ebenfalls A+ „sehr gut”. Auch das Folge-Rating der Feuer ergibt erneut ein A+.



 

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2000 bis 2005


Rechtsformänderung, Euro-Einführung und neuer Vorstandsvorsitzender.


2001

Rechtsformänderung
Im November faßte die Gewährträgerversammlung den Beschluß, die Provinzial-Lebensversicherungsanstalt und die Provinzial-Feuerversicherungsanstalt in Aktiengesellschaften, unter dem Dach einer öffentlich-rechtlichen Holding, umzuwandeln.

Euro
Mit einem BigBang stellt die Provinzial am 21./22. Dezember auf den Euro um.

Wechsel im Vorstandsvorsitz
Nach über 16-jähriger Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender tritt Dr. Bernd Michaels in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt am 1. Januar 2002 der bisherige Stellvertreter, Günter Schlatter an.


2002

Umweltgütesiegel für Provinzial-Hauptverwaltung

Der Umweltschutz gehört zu den Unternehmenszielen der Provinzial Rheinland. Im Jahr 2002 wurde die Hauptverwaltung in Düsseldorf erstmals nach dem so genannten „Environmental Management and Audit Scheme" (EMAS) der Europäischen Gemeinschaft erfolgreich begutachtet und zertifiziert.


Kultur- und Sozialstiftung gegründet

Mit dem Ziel, das bisherige Engagement zu bündeln hat die Provinzial Rheinland eine Kultur- und Sozialstiftung gegründet. Hier liegt der Schwerpunkt bei der Förderung der Tiertherapie in den rheinischen Schulen für Körperbehinderte des Landschaftsverbandes Rheinland, die Max-Ernst-Stifung sowie die Europa Chor Akademie in Mainz.


2004

Umweltgütesiegel für Provinzial-Bildungszentrum

Das Provinzial-Bildungszentrum Haus Marienberg in Bruchhausen erhält erstmals das Umweltgütesiegel nach dem „Environmental Management and Audit Scheme" (EMAS) der Europäischen Gemeinschaft.


Erstmals A++ von Assekurata

Die Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG erhielt von Assekurata erstmals die Bewertung A++. Nach viermal „A+/sehr gut" in den vergangenen Jahren stufte die Kölner Rating-Agentur die Provinzial in die höchste Ratingklasse „exzellent" ein. Damit ist die Provinzial der zweite Anbieter in Deutschland, der diese Güteklasse erreicht.


SPD-Preis für bürgerschaftliches Engagement

Die Provinzial erhielt den SPD-Preis für bürgerschaftliches Engagement in der Kategorie „Unternehmen, die das ehrenamtliche Engagement fördern". Die Jury hob das vorbildliche Engagement an dem Firmensitz in Düsseldorf ebenso hervor wie die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer Ehrenämter.


2005

Engagement im Rheinland für zeitgenössische Kunst

Mit einem kontinuierlichen Engagement will die Provinzial an der Erhaltung und Entwicklung der kulturellen Vielfalt in der Rheinregion mitwirken. Zu diesem Zweck wurde ein Kulturprogramm ins Leben gerufen, das die systematische Förderung junger Kunst zum Ziel hat. Diese Förderreihe beinhaltet Partnerschaften mit renommierten Museen des Rheinlands.

 

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