• Ausbilder erklärt Auszubildendem Kabelverbindungen

Was soll ich werden? Jugendliche vor der Berufswahl

Die Berufswahl: Für Jugendliche ist sie der Schritt ins Arbeitsleben, für Eltern eine Herzensangelegenheit – schließlich möchten sie für den Nachwuchs nur das Beste. Doch was ist das Beste und wie können Eltern ihre Kinder in ihrer Entscheidung unterstützen?

Geht es um die Berufswahl sind nicht nur die Jugendlichen unsicher. Auch Eltern haben viele Fragen: Wie soll man sich zurechtfinden bei all den vielen und neuen Berufen? Wie sehr darf ich mich einmischen? Was, wenn ich mit der Wahl meines Kindes nicht einverstanden bin?

Im Dialog bleiben

Im Büro überreicht Mädchen ihre Bewerbungsunterlagen
Wichtig ist es, das Thema positiv anzugehen. Denn auch wenn die Kids schon groß sind, der Rat der Eltern bei der Berufswahl zählt für sie. Ein „Das musst Du selbst entscheiden“ vermittelt das Gefühl, allein gelassen zu werden. Wer jedoch Anregungen gibt, Fragen stellt und im Austausch bleibt, hilft seinen Kindern bei dieser großen Entscheidung. Gut ist auch, wenn Eltern annähernd denselben Wissensstand zur Berufswelt und zu den möglichen Recherchewegen haben wie die Jugendlichen. Gemeinsam im Internet zu Ausbildungsgängen oder Unternehmen zu recherchieren, kann viel Freude bringen.
Idealerweise beginnt die Beschäftigung mit dem Thema zwei, drei Jahre vor Schulabschluss. So ist genügend Zeit, sich zu informieren, zu orientieren oder eventuell auch noch einmal umzuentscheiden. Spätestens ein Jahr vor Schulende sollte der Berufswunsch feststehen, denn dann beginnt die Bewerbungsphase. Auch wenn die Wahl auf ein Studium fällt, sollte man rechtzeitig damit anfangen, sich über mögliche Fächer und Fächerkombinationen zu informieren.

Die Qual der Wahl

Doch wie lässt sich herausfinden, was die Kinder gut können, wozu sie Lust haben? Hier sind Lieblingsfächer, Hobbys oder Dinge, für die sie sich begeistern können, gute Anhaltspunkte. Eltern können dem Nachwuchs zudem widerspiegeln, in welchen Situationen sie ihn stark, kompetent oder besonders froh und ausgeglichen erleben. Wer partout nicht weiterkommt, zieht gemeinsam eine professionelle Berufsberatung zu Rate.
Mutter hilft Tochter beim Bewerbungsschreiben

Für immer und ewig?

Angst, sich falsch zu entscheiden, braucht übrigens niemand haben – weder Kinder noch Eltern. Schließlich ist die Berufswahl lediglich der erste Schritt ins Arbeitsleben. Weiterbildungen, Spezialisierungen oder gar Wechsel sind heute üblich. Der Arbeitsalltag, die eigene Entwicklung, aber auch die Gegebenheiten in der Firma sowie die Kollegen sind später wichtige Faktoren für die Zufriedenheit im Beruf – und die kann vorab niemand vorhersehen oder beeinflussen.

Das könnte euch auch interessieren:

Letztes Jahr noch in der Kinder-Animation, dieses Jahr schon auf Weltreise: Der Nachwuchs wird erwachsen. Doch welche Chancen bietet ein Auslandsjahr?
Die erste Reise allein oder gemeinsam mit Freunden ist ein Abenteuer für alle jungen Weltenbummler. Doch auch für Eltern ist diese Zeit aufregend, denn großes Vertrauen und starke Nerven sind gefragt. Damit sich beide Seiten sicher fühlen, gibt es vorab Einiges zu beachten.
Wie lange dürfen Eltern an der Geschichte vom Osterhasen eigentlich festhalten oder sollte man seine Kinder am besten gar nicht erst anschwindeln?