• Drei Kinder machen Selfies mit Grimassen

Das erste eigene Handy

Wann bekomme ich ein Handy? An dieser Frage kommt heutzutage wohl kaum ein Elternhaus vorbei. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt und worauf sollten Eltern achten? Wir geben Antworten.

Irgendwann kommt der Tag, an dem sich der Nachwuchs nicht mehr vertrösten lässt – ein Handy oder gar Smartphone muss her. Während das Mobiltelefon aus Kindersicht den eigenen Coolness-Faktor enorm steigert, haben viele Eltern Bedenken. Trotz der angebrachten Skepsis bietet ein Handy für Kids Vorteile – auch für Eltern.

Ein gutes Gefühl

Es ist schon beruhigend, wenn das eigene Kind mal eben schnell erreichbar ist oder selbst Bescheid geben kann, falls sich eine spontane Verabredung für den Nachmittag ergeben hat. Besonders besorgte Eltern können sogar über eine App den Standort ihres Kindes herausfinden, falls es nicht rechtzeitig nach Hause kommt. Keine Frage: Wenn der Nachwuchs stets erreichbar ist, fühlen sich viele Eltern sicherer. Für die Kids hingegen geht es um anderes: Sie wollen dazugehören. Wer ab einem bestimmten Alter, meist nach der Grundschulzeit, kein eigenes Smartphone besitzt, fühlt sich schnell ausgegrenzt. Und er ist es auch, denn viele Verabredungen werden beispielsweise über WhatsApp getroffen – wer das nicht hat, ist nicht dabei. Der Zugang zu bestimmten Lern-Apps sowie die Tatsache, dass die Kinder früh einen intuitiven Zugang zu mobilen Medien bekommen, können ebenfalls von Vorteil sein.
Fünf Kinder sitzen nebeneinander und jedes schaut auf sein Smartphone

Gesundheitliche Bedenken

Trotz aller Pluspunkte ist auch Vorsicht geboten. Eine zu häufige und unkontrollierte Nutzung des Smartphones birgt ein hohes Suchtpotenzial und gesundheitliche Probleme wie gereizte Augen oder Nackenbeschwerden. Auch das leichtsinnige Preisgeben von privaten Daten im Internet kann eine Gefahrenquelle sein. Um die Kids für diese Themen zu sensibilisieren, sollten Eltern den Internetkonsum begleiten, beispielsweise mit Gesprächen über Vorteile und Risiken des Webs oder aber auch durch zeitliche Einschränkungen. Wichtig ist zudem, den Kindern zu vermitteln, dass die Kommunikation über Handy und Smartphone nicht den persönlichen, realen Kontakt zum sozialen Umfeld ersetzen kann. Auch die elektrische Strahlung der Smartphones, gegen die der kindliche Organismus weniger Abwehrkräfte besitzt als der erwachsene, kann ein Risiko darstellen.

Gut zu wissen

Einen allgemeingültigen Rat, wann der richtige Zeitpunkt für das erste Mobiltelefon ist, gibt es nicht. Die Grundschulzeit ist jedoch in der Regel noch zu früh. Ist es dann soweit, empfiehlt es sich, auf ein paar Dinge beim Kauf und beim Umgang mit dem Gerät zu achten:
Das Modell:
Stabil und strahlungsarm sollte es sein, mit intuitiver Bedienung und großem Display (schont die Augen).
Die Kosten:
Ein Prepaid-Handy oder ein Tarif ohne zusätzliche Gebühren schützen vor teuren Rechnungen. Einen Teil der monatlichen Kosten sollte der Nachwuchs ruhig selber zahlen, denn so gewöhnt er sich an einen verantwortungsvollen Umgang.
Die Nutzung:
Es ist ratsam, die wichtigsten Nummern per Tastenbelegung zu speichern – so sind Mama und Papa stets schnell erreichbar. Für jüngere Kinder empfiehlt sich zudem ein Modell ohne Internetzugang.
Die Regeln:
Das Smartphone wird nicht aus Langeweile genutzt und es gibt festgelegte Nutzungszeiten. Beim Essen, abends oder in der Schule bleibt das Gerät aus. Wichtig: Regeln bringen nur etwas, wenn sich auch die Eltern daran halten.

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