• Kleinkind pflückt blaue Beeren von einem Strauch

Eine süße Versuchung, viele Folgen

Ob beim Campingausflug, in der Hotelanlage oder an der Autobahnraststätte – giftige Pflanzen oder Beeren können sich überall verstecken. Gerade im Urlaub, wo das exotische Aussehen der Früchte und Blüten noch anziehender auf Kinder wirkt, lassen sie sich gerne mal zum Probieren hinreißen. Solltet ihr mitbekommen, wie eure Kleinen giftige Substanzen zu sich nehmen, ist schnelles Handeln wichtig. Folgendes ist zu tun:

 
1. Ein Anruf in der Giftnotrufzentrale (0228/19240) ist unerlässlich. Damit euch die Experten schnell und professionell weiterhelfen können, solltet ihr auf folgende Fragen vorbereitet sein:
  • Wie viel wiegt euer Kind ungefähr?
  • Was genau wurde eingenommen? Kennt ihr die Frucht oder Pflanze oder könnt sie beschreiben?
  • Wann ist es passiert und wie lange war das Kind mit der giftigen Substanz in Kontakt?
  • Wie genau kam es zur Einnahme? Durch Verschlucken, Einatmen oder durch Berührung?
  • Wie viel wurde eingenommen? Eine ganze Frucht oder wenige Pflanzenteile?
  • Beschreibt den Zustand eures Kindes. Wie ist seine Atmung, sein Kreislauf, sein Bewusstsein?
  • Habt ihr bereits Erstmaßnahmen eingeleitet?
  • Unter welcher Telefonnummer seid ihr jetzt erreichbar?
2. Falls vorhanden, sammelt Reste der verspeisten Frucht oder Pflanze ein. So kann das Gift später schneller bestimmt werden, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Prüft zusätzlich, ob sich noch Reste im Mundraum befinden.
Natürlich kann man seine Kleinen nicht immer im Blick haben. Damit ihr eine mögliche Vergiftung jedoch sofort erkennt, haben wir euch einige der häufigsten Anzeichen aufgelistet, die auf eine Vergiftung hindeuten:
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Hautirritationen
  • Bauchschmerzen bis hin zu Krämpfen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Unruhe- und Rauschzustände
Zeigt euer Kind eine oder mehrere dieser Reaktionen, solltet ihr immer die oben genannten Schritte einleiten. Weitere Informationen zum richtigen Handeln, auch bei Säure- oder Laugenvergiftungen, findet ihr unter www.gizbonn.de.
Für den Fall, dass es zu einem Krankenhausaufenthalt kommt, sollte man bestens abgesichert sein.

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