• Kinder sitzen nebeneinander und schauen alle auf ihr Smartphone

Unterwegs in sozialen Netzwerken

Sich mit Freunden austauschen, Bilder und Videos teilen, Trends folgen: All das interessiert Heranwachsende – und all das bieten Social Media Plattformen. Doch es gibt Regeln, die Kids und Eltern kennen sollten.

Die KIM-Studie 2018 zeigt: Die Nutzung von Social Media-Angeboten ist vor allem für ältere Kinder relevant. Dabei nimmt insbesondere WhatsApp eine zentrale Rolle ein. 73 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen und 83 Prozent der Zwölf- bis 13-Jährigen nutzen den Messenger täglich. Was viele dabei nicht wissen: Das Mindestalter für die Nutzung von WhatsApp liegt deutlich höher.
Kinder mit Smartphone und Bubbles als Smiley oder Thumbs up

Eine Frage des Alters

Grundsätzlich gilt: Für alle sozialen Netzwerke ist eine Altersgrenze festgelegt – und zwar
  • 13 Jahre für Instagram, Snapchat, Tiktok, Facebook und Twitter,
  • 16 Jahre für WhatsApp und Youtube.
Ob und wie die Netzwerke das Mindestalter überprüfen oder eine Einverständniserklärung der Eltern einholen, lässt sich kaum feststellen – häufig wird das angegebene Alter lediglich durch Setzen eines Häkchens bestätigt. Dennoch sollten Eltern die Altershinweise ernst nehmen und ihren Sprösslingen erklären, warum die Nutzung bestimmter Dienste (noch) nicht für sie geeignet ist.
Gut zu wissen: Durch Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind Anbieter sozialer Plattformen dazu verpflichtet, die Einwilligung der Erziehungsberechtigten einzuholen, wenn personenbezogene Daten von unter 16-Jährigen verarbeitet werden.

Auf Aufklärung setzen

Wer soziale Medien nutzt, sollte wissen: Das Netz vergisst nie. Sprecht mit Euren Kids deshalb nicht nur über die Vorteile und den Spaß, die die Plattformen bieten. Erklärt ihnen auch, warum private Angaben dort nichts zu suchen haben und zeigt ihnen, wie sie sich vor unerwünschten Kommentaren oder Kontakten schützen können – zum Beispiel mithilfe von:
  • Meldesystemen, die dem Betreiber problematische Inhalte übermitteln,
  • Blockier-Funktionen, die Kontakten den Zugriff auf das eigene Profil verweigern,
  • Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre.
Da vor allem Teenager eine Vorliebe zur Selbstdarstellung haben und Instagram und Co. diesem Bedürfnis eine leicht zugängliche Bühne bieten, ist es zudem ratsam, den Nachwuchs für einen möglichen Datenmissbrauch zu sensibilisieren. Wer weiß, dass sich Bilder und Videos in rasender Geschwindigkeit verbreiten und dabei auch in falsche Hände geraten können, wird sich verantwortungsvoll in den sozialen Medien bewegen. Es gilt also: Aufklärung ist der beste Schutz.

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